Chronik

Das Bestattungsinstitut Junker zählt zu den traditionsreichsten Häusern der Region.

Im Jahr 1895 gründete der Tischlermeister Franz Junker in Boppard das heutige Bestattungsinstitut Junker.

Er fertigte Möbel und Bautischlerarbeiten, aber auch Särge, die an die Körpergröße der Verstorbenen angepasst waren. Der fertige Sarg wurde dann im Trauerhaus angeliefert und der Verstorbene in seinen Sarg gebettet. Nach der Einsegnung durch den Pastor wurde der Sarg dann mit einem von Pferden gezogenen Bestattungswagen zur Kirche und nach dem Sterbeamt zum Friedhof gefahren.

Im Jahr 1900 errichtete Franz Junker das heutige Geschäftshaus in der Wasemstraße 10 in Boppard. Seit dieser Zeit besitzt die Firma ein ständiges Lager an fertigen Särgen. Trotzdem wurden aber bis in die 1940er-Jahre noch Särge nach Kundenwünschen angefertigt.

Franz Junker heiratete im Jahr 1904 Anna-Maria Nickenig. 1905 wurde Friedrich Johann Franz Junker, genannt Fritz, als erstes von drei Kindern geboren.

 

Franz Junker und Frau ca. 1920
 

Geschäftshaus ca. 1920



 

Nach seiner Lehrzeit hat Fritz Junker in verschiedenen Betrieben gearbeitet. Die Meisterprüfung legte er 1931 ab. In dieser Zeit firmierte das Familienunternehmen mit Tischlerei Franz Junker und Sohn.

1934 heiratete Fritz Junker Johanna Louis und 1936 wurde Friedrich Franz Johann – genannt Franz – als das erste von zwei Kindern geboren.

Im April 1940 wurde Fritz Junker zum Wehrdienst eingezogen. Nach vierjähriger Soldatenzeit und fünf Jahren russischer Kriegsgefangenschaft kehrte er erst am 1. September 1949 heim.

Im September 1944 verstarb der Firmengründer Franz Junker. In der Folgezeit mussten seine Witwe, seine Tochter Elisabeth und seine  Schwiegertochter Johanna den Betrieb zunächst alleine weiterführen.

Im Jahr 1951 begann dann der junge Franz Junker seine Tischlerlehre.

1960 wurde die Werkstatt auf fast die doppelte Fläche vergrößert. In diesem Jahr legte Franz Junker die Meisterprüfung ab. 1961 heiratete er dann Renate Busch und 1966 wurde mit Franzwerner Junker bereits das dritte Kind geboren.

Im Jahr 1970, an seinem 65. Geburtstag, übertrug Fritz Junker seinem Sohn Franz die Verantwortung für den Betrieb.

Im Jahr 1975 wurde der Chevrolet Bestattungswagen des Fuhrgeschäftes Hild aus Boppard übernommen. So konnten fortan auch die Überführungen für fünf weitere Tischlereien durchgeführt werden.

1976 erwarb Franz Junker ein Nachbargrundstück und errichtete dort einen Neubau für die Tischlerei.

1984 begann die Lehrzeit von Franzwerner Junker zum Tischlergesellen.

Am 12. August 1985 verstarb Fritz Junker im Alter von 80 Jahren.

Während seiner Gesellenzeit arbeitete Franzwerner Junker für ein Jahr in Innsbruck bei der Möbeltischlerei Heinrich Auer. Danach besuchte er die Meisterschule für das Tischlerhandwerk in Bad Wildungen und legte dort im Jahr 1990 die Meisterprüfung ab.

Direkt danach studierte er an der Fachakademie für Holzgestaltung in Garmisch-Partenkirchen für vier Semester Form- und Raumgestaltung. Mit seinem Eintritt in die Firma wurde das Einzelunternehmen Franz Junker und Sohn 1993 in die Junker GmbH umgewandelt. Der Fensterbau wurde eingestellt und für die Tischlerei wurden spezielle Möbelbaumaschinen angeschafft.

Seit dieser Zeit wurde das Bestattungsinstitut konsequent weiter ausgebaut und räumlich und personell von der Tischlerei getrennt. Fortbildungen auf vielen Gebieten des Bestattungswesens veränderten die herkömmlichen Arbeitsweisen. Auch der Trauerdruck wird im eigenen Haus ausgeführt. Die Familie Junker hat früh die Zeichen der Zeit erkannt und den Betrieb zu einem reinen Bestattungsinstitut umgewandelt. Der Betriebszweig Tischlerei wurde von 1999 bis 2004 komplett verpachtet. Anschließend wurden die Werkstattgebäude abgerissen, sodass ein dreigeschossiges Büro- und Wohngebäude in ökologischer Holzständerbauweise errichtet werden konnte.

Das Herz unseres Bestattungshauses ist der im Jahr 2016 neu gestaltete Raum des Abschieds. Nach der umfassenden ökologischen Sanierung unseres Bestattungsinstituts ist eine ruhige Insel im Getriebe der Stadt entstanden, die rundum von Räumen umgeben ist und sich nach oben zum Licht hin öffnet. Ein Raum zur Begegnung und zum Aufbruch, ein Raum zum Erinnern und zum Neu-Anfangen ist entstanden. Besuchen Sie uns schon in guten Tagen. Die Familie Junker ist seit 120 Jahren als Dienstleister an ihrer Seite.

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